CategoriesOvulation Schwangerschaft

Der Befruchtungszyklus – Wie eine Schwangerschaft wirklich zustande kommt

Es ist etwas komplizierter als "Sperma trifft Ei": Im Körper eines Menschen spielt sich eine Menge ab, was die Empfängnis fördert - oder manchmal auch behindert.

Bild: Sei vorbereitet: Körper, Spermien und Eizellen leisten eine Menge Arbeit, um eine Schwangerschaft zu erreichen. Bildquelle: canva.com

 

Das ist es, was die meisten von uns darüber lernen, wie eine Schwangerschaft entsteht: Spermien treffen auf die Eizelle, die Eizelle auf die Gebärmutter und schon ist man schwanger. Es geht aber um so viel mehr: Es gibt viele Missverständnisse über Befruchtung und Schwangerschaft. Viele wissen nicht, wie und wo die Befruchtung stattfindet oder was bei der Entwicklung eines Embryos passiert.

Obwohl die Befruchtung wie ein komplizierter Prozess erscheinen kann, kann das Verständnis dafür dich mit Wissen über dein eigenes reproduktives System ausstatten und dich befähigen, gute Entscheidungen zu treffen.

In diesem Beitrag werden wir darüber sprechen, was im Körper einer Frau passiert, um sich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, wenn diese durch Befruchtung entsteht.

Den Fortpflanzungsprozess verstehen

Das Erreichen einer gesunden Schwangerschaft ist ein komplizierter, mehrstufiger Prozess, an dem zwei Menschen beteiligt sind. Jeden Monat stößt die Frau eine reife Eizelle aus einem ihrer Eierstöcke aus. Diese Eizelle verlässt den Follikel des Eierstocks und wird am Ende des Eileiters “eingefangen”. Hier beginnt es, sich langsam den Eileiter hinunter in Richtung Gebärmutter zu bewegen. Damit sich eine Schwangerschaft entwickeln kann, muss sie jedoch zunächst auf Spermien des Mannes treffen, während sie sich noch im Eileiter befindet.

Viele glauben, dass die Befruchtung in der Gebärmutter oder den Eierstöcken stattfindet, aber das ist nicht wahr. Die Befruchtung findet in den Eileitern statt, die die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden. Eine Samenzelle muss erfolgreich auf eine Eizelle im Eileiter treffen, um eine Befruchtung einzuleiten.

Wenn eine Samenzelle die Eizelle nicht erfolgreich befruchtet, wandert die Eizelle einfach den Eileiter hinunter, durch die Gebärmutter und durch die Vagina hinaus. Etwa zwei Wochen später, wenn die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird, setzt die Periode ein (vgl. Monroy 2021).

Reise der Spermien zur Eizelle

Die Spermien verlassen den Penis des Mannes bei der Ejakulation und werden in der Vagina hoch oben in der Nähe des Gebärmutterhalses (der Öffnung zur Gebärmutter) deponiert. Die Spermien beginnen sofort zu schwimmen und einige finden zuerst ihren Weg in den Gebärmutterhals. Daraufhin beginnt die lange Reise zur Eizelle. Die Spermien verlassen den Gebärmutterhals und gelangen in die Gebärmutter. Hier schwimmen sie zu den Eileitern. Zudem schieben Flimmerhärchen die Spermien zur Eizelle. Progesteron und Östrogen beeinflussen diesen Prozess, indem sie die Anzahl der Flimmerhärchen und deren Bewegungsgeschwindigkeit erhöhen.

Die Vagina und die Gebärmutter sind für Spermien trotzdem eine ziemlich feindliche Umgebung und nicht immer schaffen sie es sich ihren Weg zu bahnen. Aber sobald die Spermien die Eileiter erreichen, sind sie größtenteils frei von den möglichen negativen Auswirkungen des Immunsystems der Frau.

Nur 1 von 14 Millionen der ejakulierten Spermien wird den Eileiter erreichen, aber sobald sie dort sind, sollten die Spermien chemische Signale von der Eizelle aufnehmen, um ihnen zu helfen, ihren Weg zu finden.

Obwohl sie schon so weit gekommen sind haben die Spermien noch Arbeit vor sich: Die Spermien nähern sich schließlich der Eizelle, stoßen gegen ihre Hülle und versuchen die Eizelle – besser gesagt die sogenannte Zona pellucida oder Glashaut – zu durchbrechen.

Viele Spermien werden sich an diese Hülle binden, aber nur ein Spermium wird den ganzen Weg hindurchgehen können, um das Ei im Inneren zu erreichen (vgl. Boutot 2019).

Bild: Unglaublich, aber wahr. Nur ein einzelnes Spermium schafft es tatsächlich in die Eizelle. Bildquelle: canva.com

Den Fortpflanzungsprozess verstehen

Das Erreichen einer gesunden Schwangerschaft ist ein komplizierter, mehrstufiger Prozess, an dem zwei Menschen beteiligt sind. Jeden Monat stößt die Frau eine reife Eizelle aus einem ihrer Eierstöcke aus. Diese Eizelle verlässt den Follikel des Eierstocks und wird am Ende des Eileiters “eingefangen”. Hier beginnt es, sich langsam den Eileiter hinunter in Richtung Gebärmutter zu bewegen. Damit sich eine Schwangerschaft entwickeln kann, muss sie jedoch zunächst auf Spermien des Mannes treffen, während sie sich noch im Eileiter befindet.

Viele glauben, dass die Befruchtung in der Gebärmutter oder den Eierstöcken stattfindet, aber das ist nicht wahr. Die Befruchtung findet in den Eileitern statt, die die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden. Eine Samenzelle muss erfolgreich auf eine Eizelle im Eileiter treffen, um eine Befruchtung einzuleiten.

Wenn eine Samenzelle die Eizelle nicht erfolgreich befruchtet, wandert die Eizelle einfach den Eileiter hinunter, durch die Gebärmutter und durch die Vagina hinaus. Etwa zwei Wochen später, wenn die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird, setzt die Periode ein (vgl. Monroy 2021).

Wichtig zu wissen:

Spermien können immerhin zwei bis fünf Tage im weiblichen Reproduktionssystem überleben – daher könnte ein Spermium, das beim Geschlechtsverkehr an einem Montag ejakuliert wird, ein Ei befruchten, das am Dienstag oder Mittwoch ovuliert wurde (vgl. Dr. med. Buschek 2014).

Um den besten Zeitpunkt für eine Empfängnis zu ermitteln, können Ovulationstests helfen, die den ansteigenden LH-Level im Körper der Frau messen und somit den Eisprung erkennen und anzeigen.

Ist der Ovulationstest positiv sollte in dieser Zeit regelmäßiger Geschlechtsverkehr stattfinden, damit die Spermien in der Gebärmutter sich für ihren “Einsatz” bereit machen können.

Befruchtung

Sobald das Spermium in die Eizelle eingedrungen ist, findet über einen Zeitraum von etwa 16 Stunden eine komplexe Kette von Ereignissen statt.

Die Geschehnisse gipfeln darin, dass das genetische Material des Spermiums eine Struktur bildet, die “männlicher Vorkern” genannt wird, während das genetische Material der Eizelle einen “weiblichen Vorkern” bildet.

Der männliche und der weibliche Pronukleus (Vorkern) bewegen sich gemeinsam in das Zentrum der Eizelle.

Die Eizelle kann nun als befruchteter Embryo bezeichnet werden und befindet sich in diesem Stadium normalerweise einen Tag nach dem Eisprung (vgl. Fertility centre 2021).

 

Entwicklung des Embryos

Am nächsten Tag nach der Befruchtung sollte sich das genetische Material des Embryos verdoppeln und dann halbieren, sodass zwei identische Zellen entstehen, die sich noch in der Hülle befinden. Diese Verdopplungen und Halbierungen des genetischen Materials setzen sich in den nächsten zwei Tagen fort, bis der Embryo etwa acht Zellen hat.

Bei acht Zellen teilt sich der Embryo weiter, um mehr Zellen zu bilden, aber jetzt werden die Zellen sehr eng miteinander verbunden und beginnen, miteinander zu kommunizieren.

Etwa am Tag vier bis sechs nach der Befruchtung beginnt das sogenannte Blastozystenstadium des Embryos: Das Innere des Embryos beginnt sich mit Flüssigkeit zu füllen, sodass ein kleiner Hohlraum entsteht. Die äußeren Zellen beginnen eine Wand zu bilden und die inneren Zellen formen eine Kugel – dies wird das zukünftige Baby (vgl. Artal-Mittelmark 2021).

Einpflanzung

Während der ganzen Zeit ist der Embryo den Eileiter hinuntergerollt, aber im Blastozystenstadium tritt der Embryo in die Gebärmutter ein. In den nächsten Tagen schlüpft er aus seiner Hülle und beginnt, sich in die Wand der Gebärmutter einzugraben.

Er wird wachsen und schließlich Blutgefäßverbindungen mit der Mutter bilden. Diese Phase der Verbindung mit der Gebärmutterwand wird als “Einnistung” bezeichnet und ist eine weitere kritische Phase für die Entstehung einer Schwangerschaft.

Zu diesem Zeitpunkt sendet der Embryo Chemikalien in den Blutkreislauf der Mutter aus, und etwa zwei Wochen nach der Befruchtung haben diese Chemikalien ein Niveau erreicht, das von einem Schwangerschaftstest erfasst werden kann (vgl. Artal-Mittelmark 2021).

Das Hormon, was bei dieser Einnistung produziert wird, nennt sich hCG (humanes Choriongonadotropin) und kann ab einem bestimmten Level von Schwangerschaftstests gemessen werden. In den frühen Stadien der Schwangerschaft verdoppelt sich der hCG-Spiegel alle zwei bis drei Tage.

Anwendung der Ovulationstests und die Deutung der Resultate

Führe einen ersten LH-Test kurz nach dem Ende deiner Periode durch (empfohlen am Nachmittag), um die hellste Testlinie als Basislinie zu finden. Teste daraufhin weiter, bis die Testlinie dunkler wird. Das ist der Tag, an dem die fruchtbare Phase einsetzt. Teste von da an zweimal täglich.

Wenn die Testlinie schnell dunkler wird und innerhalb eines Tages sehr schnell in die Nähe der Basislinie zurückfällt, hast du wahrscheinlich ein “Short-surge”-Muster.

Im nächsten Zyklus kannst du anfangs weniger Tests durchführen, da du ja bereits weißt wie die Basislinie aussieht. Du solltest aber trotzdem noch zweimal täglich testen, wenn die Testlinie dunkler als die Basislinie erscheint.

Wenn deine Testlinie über 2 Tage gleich dunkel oder dunkler als die Kontrolllinie bleibt, hast du eine Fruchtbarkeitsphase die sich allmählich und nach und nach aufbaut.

Wenn sich dein Muster nicht ändert, kannst du zukünftig nur einmal am Tag testen, um Tests zu sparen, wenn die Testlinie dunkler wird.                              

Bei einigen Frauen mit einem niedrigeren LH-Anstieg (weniger als 25 mIU/ml) ist die Testlinie beim Anstieg nicht gleich oder dunkler als die Kontrolllinie. In diesen Fällen wechselst du zu einem empfindlicheren Test und identifizierst einfach die dunkelste Linie als LH-Höchstwert für den kommenden Zyklus.

Bild: hCG kann anhand eines Bluttests oder im Urin (mit einem Schwangerschaftstest zu Hause) nachgewiesen werden. Bildquelle: canva.com

Der Prozess der Empfängnis hat stattgefunden und die Frau kann nun sagen, dass sie “schwanger” ist.

Der Embryo muss dann weiter wachsen und die verschiedenen Zelltypen und Strukturen entwickeln, die notwendig sind, um ein Baby zu werden.

Den Fortpflanzungsprozess verstehen

Das Erreichen einer gesunden Schwangerschaft ist ein komplizierter, mehrstufiger Prozess, an dem zwei Menschen beteiligt sind. Jeden Monat stößt die Frau eine reife Eizelle aus einem ihrer Eierstöcke aus. Diese Eizelle verlässt den Follikel des Eierstocks und wird am Ende des Eileiters “eingefangen”. Hier beginnt es, sich langsam den Eileiter hinunter in Richtung Gebärmutter zu bewegen. Damit sich eine Schwangerschaft entwickeln kann, muss sie jedoch zunächst auf Spermien des Mannes treffen, während sie sich noch im Eileiter befindet.

Viele glauben, dass die Befruchtung in der Gebärmutter oder den Eierstöcken stattfindet, aber das ist nicht wahr. Die Befruchtung findet in den Eileitern statt, die die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden. Eine Samenzelle muss erfolgreich auf eine Eizelle im Eileiter treffen, um eine Befruchtung einzuleiten.

Wenn eine Samenzelle die Eizelle nicht erfolgreich befruchtet, wandert die Eizelle einfach den Eileiter hinunter, durch die Gebärmutter und durch die Vagina hinaus. Etwa zwei Wochen später, wenn die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird, setzt die Periode ein (vgl. Monroy 2021).

Gut zu wissen:

Wenn dieser vielfältig verflochtene Prozess nur an einem Punkt nicht stattfindet, baut sich die Gebärmutterwand wieder ab und die Frau bekommt ihre Periode. Ab diesem Zeitpunkt beginnt der Befruchtungszyklus von vorne und der gleiche Ablauf findet aufs Neue wieder statt.

Das Wichtigste zum Schluss

In einer groben Zusammenfassung kann zum Befruchtungszyklus folgendes gesagt werden:

  1. Eine Frau stößt eine reife Eizelle aus einem ihrer Eierstöcke aus. Diese Eizelle bewegt sich langsam den Eileiter hinunter in Richtung Gebärmutter.
  2. Damit sich eine Schwangerschaft entwickelt, muss die Eizelle im Eileiter auf Spermien des Mannes treffen.
  3. Wenn die Spermien die Eizelle erreicht haben, versuchen sie diese zu durchbrechen.
  4. Nur ein Spermium wird das Ei im Inneren erreichen.
  5. Der männliche und der weibliche Pronukleus (Vorkern) bewegen sich gemeinsam in das Zentrum der Eizelle und die Eizelle kann nun als befruchteter Embryo bezeichnet werden.
  6. Das genetische Material des Embryos verdoppelt und halbiert sich mehrmals, bis der Embryo etwa acht Zellen hat.
  7. Das Blastozystenstadium beginnt: Das Innere des Embryos füllt sich mit Flüssigkeit, die äußeren Zellen beginnen eine Wand zu bilden und die inneren Zellen formen eine Kugel.
  8. Im Blastozystenstadium tritt der Embryo in die Gebärmutter ein, schlüpft aus seiner Hülle und beginnt sich in die dicke Gebärmutterwand einzugraben. Dies nennt sich “Einnistung”.
  9. Das Hormon, was bei dieser Einnistung produziert wird, nennt sich hCG (humanes Choriongonadotropin) und kann ab einem bestimmten Level von Schwangerschaftstests gemessen werden.
  10. Der Prozess der Empfängnis hat stattgefunden und die Frau kann als “schwanger” bezeichnet werden.

Egal, ob du versuchst, schwanger zu werden oder neugierig auf die Wissenschaft hinter der Schwangerschaft bist, es ist wichtig, etwas über den Befruchtungsprozess zu erfahren.

Das Wissen über die Fortpflanzung kann dir helfen, schwanger zu werden, nützliche Entscheidungen über deine Verhütung zu treffen und deinen eigenen Körper besser zu verstehen.

Dein Fruchtpaar Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.